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Architekturwettbewerbe: Erläuterungstexte meistern

So formulierst du deine architektonische Vision überzeugend und zeigst den funktionalen Mehrwert auf einen Blick.


Ob für einen städtebaulichen, hochbaulichen oder landschaftsarchitektonischen Wettbewerb: Die schriftliche Erläuterung deines Entwurfs entscheidet oft über den Erfolg. Ein gut getexteter Wettbewerbstext macht den Unterschied.


Eine klare Sprache überzeugt jede Jury.

Als Architektin oder Architekt weißt du: Ein eindrucksvolles Konzept reicht nicht – es muss auch verstanden werden! Besonders die Experten-Jury erwartet, dass deine Vision klar, präzise und nachvollziehbar formuliert ist. In den gerichteten Wettbewerben konkurrierst du mit einer Vielzahl an innovativen Ideen, daher solltest du innerhalb weniger Absätze den funktionalen, gestalterischen und gesellschaftlichen Mehrwert deines Projekts sichtbar machen. Ein prägnanter Erläuterungstext, der die zentralen Aspekte deiner Architektur in den Vordergrund stellt, sorgt dafür, dass sich deine Idee von anderen abhebt und länger im Gedächtnis bleibt.


Kurz: Ein überzeugender Text macht dein Konzept greifbar.


Kernbotschaft formulieren


Was ist das zentrale Anliegen deines Entwurfs? Formuliere es überzeugend in ein bis zwei Sätzen. Überlege dir, welche architektonische Haltung und welches Hauptanliegen deinen Entwurf zusammenfassen – beispielsweise nachhaltige Quartiersentwicklung, neue Aufenthaltsqualitäten oder innovative Raumlösungen. Dieser Kernsatz sollte als Leitlinie durch den gesamten Text führen.



Funktionalen Mehrwert betonen


Die Jury sucht nach Lösungen, die den Alltag der Nutzer verbessern und den Standort bereichern – oft zählt schon der berühmte erste Eindruck. Zeige klar, wie dein Entwurf auf die besonderen Anforderungen des Ortes eingeht. Verdeutliche dabei, wo dein Ansatz über das Pflichtprogramm hinausgeht: Sind es neue Wege der Erschließung, ein außergewöhnliches Konzept zur Nachhaltigkeit, flexible Gemeinschaftsflächen oder die Optimierung von Abläufen? Führe Beispiele und Szenarien an, um deine Vision lebendig werden zu lassen. Und vermeide leere Worthülsen: Sei konkret, statt vage zu bleiben. Die Jury versteht so sofort, welchen Mehrwert dein Entwurf bietet und wie dadurch ein echter Aha-Effekt ausgelöst wird.


Nutze Visualisierungen nicht nur als Schmuck, sondern beschreibe, was auf ihnen sichtbar wird und warum diese Lösung überzeugt.


Behalte das Wettbewerbsformat im Blick: Begrenzte Zeichenanzahl erfordert knackige Formulierungen ohne Abschweifungen.


Roter Faden im Erläuterungstext


Strukturiere deinen Text logisch: Beginne mit dem Kerngedanken, erläutere dann die funktionalen Qualitäten und beschließe mit dem gestalterischen Mehrwert.


Verwende einfache, verständliche Sprache – auch komplexe Ideen lassen sich oft in bildhafte, praxisnahe Sätze übersetzen. Bringe die wichtigsten Aspekte in den Vordergrund, verzichte auf technische Details, die nicht zwingend für das Verständnis notwendig sind. Ein klar gegliederter Text mit Absätzen, Zwischenüberschriften und Aufzählungen erleichtert das Lesen und macht deine Argumentation nachvollziehbar.


Vergiss nicht, auf die Zielgruppe der Nutzer und mögliche Entwicklungsszenarien einzugehen. Erläutere, wie unterschiedliche Nutzergruppen von den geplanten Lösungen profitieren. Nenne Beispiele, die zeigen, wie Räume genutzt und belebt werden können. Damit gibst du der Jury konkrete Anhaltspunkte und unterstützt sie, deinen Entwurf leichter mit den Wettbewerbszielen abzugleichen.


Prüfe abschließend: Sind die Inhalte wirklich auf den Punkt gebracht oder gibt es Redundanzen, umständliche Formulierungen oder überflüssige Fachbegriffe? Lass den Text – falls möglich – von Außenstehenden oder Kollegen gegenlesen, um eine verständliche und fokussierte Darstellung sicherzustellen. Greife gezielt Schlüsselbegriffe auf, die im Auslobungstext genannt sind, und beantworte implizit die dahinterstehenden Fragen. So zeigst du, dass du die Aufgabenstellung durchdrungen und eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt hast. Gleichzeitig schaffst du Vertrauen durch einheitliche, professionelle Textsprache. Und: Trau dich, innovative Aspekte offensiv zu benennen, selbst wenn sie auf den ersten Blick ungewöhnlich sind – Authentizität überzeugt! Je besser du erklärst, warum und wie deine architektonische Vision Probleme löst und Chancen nutzt, desto größer sind deine Erfolgsaussichten im Wettbewerb.


Fazit: Starke Texte, starke Wettbewerbsbeiträge


Gewinne mehr Jury-Mitglieder für dich, indem du deine architektonische Vision klar und nachvollziehbar formulierst. Gut strukturierte und aussagekräftige Erläuterungstexte schaffen Vorteile im Wettbewerb und machen den funktionalen Mehrwert deines Entwurfs direkt sichtbar. Stärke deine Präsentation mit prägnanten Formulierungen und hebe das Besondere deines Projekts hervor – so steigerst du deine Erfolgschancen nachhaltig.


Hast du Fragen zum Formulieren von Wettbewerbstexten oder möchtest du Feedback zu deinem aktuellen Erläuterungstext? Hinterlasse gern einen Kommentar oder kontaktiere mich direkt, wenn du Unterstützung bei deinem Wettbewerbsbeitrag wünschst.

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